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Standhaftigkeit und demokratischer Geist: Corneliu Coposu

Înapoi la Alte Limbi

Nach der Wende leistete der Senior der rumänischen Politik einen bedeutenden Beitrag zur Wiedergeburt des demokratischen Geistes in Rumänien. Corneliu Coposu war ein Exponent der rumänischen Politik, der Mann, der die Verbindung zum demokratischen Rumänien aus der Zeit vor der Machtübernahme durch die Kommunisten aufrechterhielt. An der Seite des ehemaligen Königs Michael I. leistete Coposu nach der Wende einen beträchtlichen Beitrag zur Wiedergeburt des demokratischen Geistes in Rumänien. Die rumänische Gesellschaft fühlt sich ihm zutiefst verpflichtet, weil er als Vorbild diente in seiner Überzeugung, dass man sich Freiheit, Gerechtigkeit und Ehre erkämpfen muss. Bewundert wurde er auch für die Rechtschaffenheit und Treue, mit der er seinen Kameraden im rumänischen Gulag folgte. Für all das bekam er den Beinamen „Der Senior“.

Corneliu Coposu wurde am 20.Mai 1914 als Sohn eines griechisch-katholischen Priesters im nordwestrumänischen Sălaj geboren. Er studierte Jura und promovierte in Rechtswissenschaften an der Universität Klausenburg. Coposu sollte später zum engen Vertrauten des Anführers der Christlich-Demokratischen und Nationalen Bauernpartei (PNŢCD), Iuliu Maniu, werden. Ihm diente er als persönlicher Sekretär. Am 14. Juli 1947 wurden Coposu und die gesamte Führung der Bauernpartei infolge einer Inszenierung der kommunistischen Regierung verhaftet. Er wurde zu lebenslänglicher Zwangsarbeit verhaftet und nach einer 17-jährigen Haft im Jahr 1964 freigelassen. Davon hatte Coposu neun Jahre in vollständiger Isolationshaft im berühmt-berüchtigten Gefängnis von Râmnicu Sărat verbracht.

Und dennoch überlebte der Politiker das Vernichtungsregime, dem die rumänische Demokratie nach 1945 ausgesetzt worden war. Die Journalistin Lucia Hossu-Longin fragte Coposu in einem Interview 1993, ob er einen anderen Weg wählen würde, wenn er die Zeit zurückdrehen könnte:

„Nein. Ich habe mich einer Gewissensprüfung unterzogen, habe alle Leiden, das ganze Elend Revue passieren lassen, das ich während meiner Haftzeit und während meiner Überwachung nach der Freilassung erlebt habe, und ich glaube, ich hätte keine andere Wahl gehabt. Ich würde mich mit geschlossenen Augen für dasselbe Schicksal entscheiden. Wahrscheinlich ist unser Schicksal bereits vorher besiegelt. Ich bin kein Fatalist, aber ich glaube, dass, wenn mir Alternativen vor die Augen geführt werden sollten, ich genau dieselbe Vergangenheit wählen würde, die ich erlebt habe und die ich gelassen wiederholen würde.“

Eine  Begegnung mit derartigen Menschen ist ein Privileg. Die höchste existentielle Erfahrung war das Gefängnis, für Corneliu Coposu war es die Justizvollzugsanstalt in Râmnicu Sărat:

„Das Gefängnis in Râmnicu Sărat hatte 34 Zellen, jeweils 16 im Erdgeschoss und im 1. Stock, die durch ein Drahtnetz abgetrennt waren. Seitlich gab es noch 2 Zellen und weitere 4 Isolations-Zellen im Untergeschoss. Jede Zelle war 3 Meter lang und 2 Meter breit. Die Zellen waren wie ein Bienenstock aufgestellt, in 3 Metern Höhe gab es ein abgedecktes Fenster, 45 cm lang, 30 cm breit. Das Licht konnte nicht reinkommen. Eine 15-Watt-Glühbirne leuchtete ständig, wie in einer Gruft sah es aus. Heizung gab es keine, denn das Gefängnis wurde Anfang des Jahrhunderts, gegen 1900 gebaut. Die Wände waren dick. Ringsum gab es zwei sehr hohe, 5-6 Meter hohe Mauern, dazwischen einen Kontroll-Gang. An der zweiten Mauer waren auch die Wachtürme, in denen bewaffnete Soldaten standen.“

Corneliu Coposu hat ein wichtiges Vermächtnis an das rumänische Volk hinterlassen. Sein demokratisches Vermächtnis gilt nicht nur für die rumänische Gesellschaft, sondern für jede Gesellschaft Europas.

sursa: rri.ro

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